Art            Lip               Welcome                  to my universe
I‘m a: singer/songwriter, multi-instrumentalist/trumpetplayer, producer/performer, photographer/visual artist, science fiction writer
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Tutorial

Der Mainstream Solist

Vorwort

Der Mainstream-Solist Was macht der überhaupt ? Er spielt Soli über Akkordklischees. Das bezieht Soli über Bass und Drums oder nur Drums ein. Denn außer bei einem Track, der nur aus Drums besteht - einen übergeordneten harmonischen Zusammenhang gibt es immer. Er kann die Soli melodiös, riffbetont , effektbetont oder rhythmisch anlegen. Im Mainstream spielt er - bis auf wenige Ausnahmen - "Inside"- also harmonisch. Das westliche Akkordsystem - zentral hier der Dominant7-Akkord - ist letztlich auf der Naturtonleiter aufgebaut, die wiederum auf Obertönen beruht. Die Obertöne wiederum folgen mathematischen Gesetzmäßigkeiten und physikalischen Konstanten. Eine "gut" klingende Harmonie ist also hörbar gewordene Mathematik. Es ist nun aber nicht so, daß Leute die "schräg" spielen, das immer nur deshalb tun - wie man ja durchaus annehmen könnte - weil sie auf dem Gebiet mathematisch unbegabt sind: Wenn man der Obertonreihe, die sich auf einem Grundsinuston bildet, weiter in die Höhe folgt, stößt man nämlich auf Töne, die im Bezug zum Grundton disharmonisch klingen. Gute Outside-Solisten spielen unbewußt in diesen Obertonregistern rum - aber auf der hörbaren Ebene, denn die höchsten Obertöne - sind - je nach Klangerzeuger - nicht ohne weiteres immer wahrnehmbar. Davon abgesehen, klingen Sounds ohne disharmonische Obertöne auch in der Regel flach und langweilig - so wie die Standard-"Flöte" aus dem Midi- Preset-Synthie. Das Ziel dieses Kurses ist es, dem Möchtegern-Mainstream-Solisten Hilfen an die Hand zu geben. Er soll lernen, "Inside" zu spielen, ohne sich zu blamieren. Ein guter Outside-Solist wird er dadurch nicht zwangsläufig - der braucht in erster Linie eine Art von Gehör, das man entweder hat - oder nicht. Deswegen kann ich zwar hier im Tutorial auf abgefahrene Skalen etc hinweisen - wenn das Outside-Spiel aber nicht akademisch und konstruiert klingen soll - so kommt das beste auf dem Gebiet (aus oben angegebenen Günden) "aus dem Bauch". A propos aus dem Bauch: Daran ist nichts diffuses oder unwissenschaftliches. Denn: Es bedeutet nichts anderes, als daß der Spieler vorherige Erfahrungen auf einer unbewußten Ebene integriert und anwendet. Das Unbewußte ist zu wesentlich umfassenderen, komplexeren mathematischen Leistungen imstande, als das begrenzte, auf duale Logik fixierte Bewußtsein. Wer das bezweifelt, frage mal einen statistischen Mathematiker, wie schwierig das Wegfindungsproblem zu lösen ist (die kürzeste Verbindung von A nach B bei extrem vielen Variablen). Das Schachspiel (duale Logik) beherrschen Rechner besser als der Mensch. Das asiatische Go-Spiel...ist erheblich komplexer. Oder die Mathematik, die bei der Bewegungssteuerung über unebenes, wechselndes Gelände eingesetzt wird - fragt die Robotiker: SEHR viele Variablen, Parabeln, etc pp. Man sollte das Unterbewußtsein nicht unterschätzen. Deshalb ist meine Lehrmethode wie sie ist: Das Ziel dieses Tutorials ist es nämlich nicht, Realbookspieler "heranzuzüchten", die zwar zu jedem Akkord eine Skala wissen, aber unfähig sind, sich davon zu lösen. Dafür gibt es Schulen genug und die Absolventen sind von akademischer Eindrücklichkeit : also handwerklich top, intuitiv fade. Man nennt so etwas auch "Klempner" Das Ziel ist es, den intuitiven Solisten zu erhalten ! Der kann idealerweise alles spielen, was er gerade im Kopf hat und es sofort umsetzen. Dafür muß er vor allem eins tun: üben, üben, üben, üben ..... Die  Begleit-Tracks Zur Benutzung: unter dem Strich ist es besser, immer dasselbe Pattern zu üben - aber in allen Tonarten - als 100 Sachen halbherzig zu üben. Das mag langweilig sein -  aber es ist sehr effektiv, um sich einen Vorrat von Riffs anzulegen, die jederzeit flüssig laufen. Bestimmt war jeder schon mal in der Situation, daß er ein Riff spielen wollte, das er eigentlich schlafwandlerisch sicher beherrscht - nur ging das plötzlich gar nicht, denn in der aktuellen Tonart wurde es noch nie geübt. Diese frustrierende Situation läßt sich durch das Üben der Pattern in ALLEN Tonarten vermeiden. Außerdem sind die Tonarten paralleler als man auf den ersten Blick erkennt. Faulheit bei den Grundlagen rächt sich daher später durch das Entstehen peinlicher Situationen. Zur "Schönheit" der Tracks: Schönheit war nicht beabsichtigt - manches mag geradezu geschmacklos erscheinen. Die Hörversionen beschränken sich auf die absoluten "Basics" - die Midiversionen bieten Variationen (einige etwas zickig, aber gut geeignet, um auch rhythmische Feinheiten einzuüben. Wer da nicht weiß, wo die "1" ist wird sich teilweise auf verlorenem Boden wiederfinden). Und natürlich kann sich jeder Midi-Editor-Besitzer mit Hilfe der mitgelieferten Midis seine eigenen Versionen zurechtschnitzen (Teile rausschneiden, transponieren, andere Sounds etc). Sie wurden mit "Band in a box" gemacht - einem kanadischen Übungsprogramm, das nicht der "Hit" in musikalischer Stilsicherheit ist - aber sehr empfehlenswert als Trainer für den Übenden. Würdet Ihr die Bühne bei einem Auftritt verlassen und auf die Gage verzichten, nur weil der Sound miserabel ist? Nein? Dann nehmt die Qualität wie sie ist -zum Üben gemacht, nicht zum Genießen:) Empfehlung für den Fortgeschrittenen: nachdem die hier angebotenen Pattern beherrscht werden: geht hin und erstellt Euch eigene. Neben herausgehörten Klischees aus Euren Lieblings- Stilrichtungen empfehle ich, auch die hier mitgelieferten Pattern zu benutzen. Allerdings in Form von Ketten von Wiederholungen der ursprünglichen Harmonie-Verbindungen, wobei die Verbindungen dann bei der Wiederholung jeweils transponiert werden. Das wird bei Kompositionen oft so gemacht (natürlich nie die vollständige jeweilige Kette). Zum Transponieren bieten sich Halbton-, Ganzton-, Quart- und Quintschritte an, die am Häufigsten verwendet werden.

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Der Mainstream Solist

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Der Mainstream-Solist Was macht der überhaupt ? Er spielt Soli über Akkordklischees. Das bezieht Soli über Bass und Drums oder nur Drums ein. Denn außer bei einem Track, der nur aus Drums besteht - einen übergeordneten harmonischen Zusammenhang gibt es immer. Er kann die Soli melodiös, riffbetont , effektbetont oder rhythmisch anlegen. Im Mainstream spielt er - bis auf wenige Ausnahmen - "Inside"- also harmonisch. Das westliche Akkordsystem - zentral hier der Dominant7- Akkord - ist letztlich auf der Naturtonleiter aufgebaut, die wiederum auf Obertönen beruht. Die Obertöne wiederum folgen mathematischen Gesetzmäßigkeiten und physikalischen Konstanten. Eine "gut" klingende Harmonie ist also hörbar gewordene Mathematik. Es ist nun aber nicht so, daß Leute die "schräg" spielen, das immer nur deshalb tun - wie man ja durchaus annehmen könnte - weil sie auf dem Gebiet mathematisch unbegabt sind: Wenn man der Obertonreihe, die sich auf einem Grundsinuston bildet, weiter in die Höhe folgt, stößt man nämlich auf Töne, die im Bezug zum Grundton disharmonisch klingen. Gute Outside-Solisten spielen unbewußt in diesen Obertonregistern rum - aber auf der hörbaren Ebene, denn die höchsten Obertöne - sind - je nach Klangerzeuger - nicht ohne weiteres immer wahrnehmbar. Davon abgesehen, klingen Sounds ohne disharmonische Obertöne auch in der Regel flach und langweilig - so wie die Standard-"Flöte" aus dem Midi-Preset-Synthie. Das Ziel dieses Kurses ist es, dem Möchtegern-Mainstream- Solisten Hilfen an die Hand zu geben. Er soll lernen, "Inside" zu spielen, ohne sich zu blamieren. Ein guter Outside-Solist wird er dadurch nicht zwangsläufig - der braucht in erster Linie eine Art von Gehör, das man entweder hat - oder nicht. Deswegen kann ich zwar hier im Tutorial auf abgefahrene Skalen etc hinweisen - wenn das Outside-Spiel aber nicht akademisch und konstruiert klingen soll - so kommt das beste auf dem Gebiet (aus oben angegebenen Günden) "aus dem Bauch". A propos aus dem Bauch: Daran ist nichts diffuses oder unwissenschaftliches. Denn: Es bedeutet nichts anderes, als daß der Spieler vorherige Erfahrungen auf einer unbewußten Ebene integriert und anwendet. Das Unbewußte ist zu wesentlich umfassenderen, komplexeren mathematischen Leistungen imstande, als das begrenzte, auf duale Logik fixierte Bewußtsein. Wer das bezweifelt, frage mal einen statistischen Mathematiker, wie schwierig das Wegfindungsproblem zu lösen ist (die kürzeste Verbindung von A nach B bei extrem vielen Variablen). Das Schachspiel (duale Logik) beherrschen Rechner besser als der Mensch. Das asiatische Go-Spiel...ist erheblich komplexer. Oder die Mathematik, die bei der Bewegungssteuerung über unebenes, wechselndes Gelände eingesetzt wird - fragt die Robotiker: SEHR viele Variablen, Parabeln, etc pp. Man sollte das Unterbewußtsein nicht unterschätzen. Deshalb ist meine Lehrmethode wie sie ist: Das Ziel dieses Tutorials ist es nämlich nicht, Realbookspieler "heranzuzüchten", die zwar zu jedem Akkord eine Skala wissen, aber unfähig sind, sich davon zu lösen. Dafür gibt es Schulen genug und die Absolventen sind von akademischer Eindrücklichkeit : also handwerklich top, intuitiv fade. Man nennt so etwas auch "Klempner" Das Ziel ist es, den intuitiven Solisten zu erhalten ! Der kann idealerweise alles spielen, was er gerade im Kopf hat und es sofort umsetzen. Dafür muß er vor allem eins tun: üben, üben, üben, üben ..... Die  Begleit-Tracks Zur Benutzung: unter dem Strich ist es besser, immer dasselbe Pattern zu üben - aber in allen Tonarten - als 100 Sachen halbherzig zu üben. Das mag langweilig sein -  aber es ist sehr effektiv, um sich einen Vorrat von Riffs anzulegen, die jederzeit flüssig laufen. Bestimmt war jeder schon mal in der Situation, daß er ein Riff spielen wollte, das er eigentlich schlafwandlerisch sicher beherrscht - nur ging das plötzlich gar nicht, denn in der aktuellen Tonart wurde es noch nie geübt. Diese frustrierende Situation läßt sich durch das Üben der Pattern in ALLEN Tonarten vermeiden. Außerdem sind die Tonarten paralleler als man auf den ersten Blick erkennt. Faulheit bei den Grundlagen rächt sich daher später durch das Entstehen peinlicher Situationen. Zur "Schönheit" der Tracks: Schönheit war nicht beabsichtigt - manches mag geradezu geschmacklos erscheinen. Die Hörversionen beschränken sich auf die absoluten "Basics" - die Midiversionen bieten Variationen (einige etwas zickig, aber gut geeignet, um auch rhythmische Feinheiten einzuüben. Wer da nicht weiß, wo die "1" ist wird sich teilweise auf verlorenem Boden wiederfinden). Und natürlich kann sich jeder Midi-Editor-Besitzer mit Hilfe der mitgelieferten Midis seine eigenen Versionen zurechtschnitzen (Teile rausschneiden, transponieren, andere Sounds etc). Sie wurden mit "Band in a box" gemacht - einem kanadischen Übungsprogramm, das nicht der "Hit" in musikalischer Stilsicherheit ist - aber sehr empfehlenswert als Trainer für den Übenden. Würdet Ihr die Bühne bei einem Auftritt verlassen und auf die Gage verzichten, nur weil der Sound miserabel ist? Nein? Dann nehmt die Qualität wie sie ist - zum Üben gemacht, nicht zum Genießen:) Empfehlung für den Fortgeschrittenen: nachdem die hier angebotenen Pattern beherrscht werden: geht hin und erstellt Euch eigene. Neben herausgehörten Klischees aus Euren Lieblings- Stilrichtungen empfehle ich, auch die hier mitgelieferten Pattern zu benutzen. Allerdings in Form von Ketten von Wiederholungen der ursprünglichen Harmonie- Verbindungen, wobei die Verbindungen dann bei der Wiederholung jeweils transponiert werden. Das wird bei Kompositionen oft so gemacht (natürlich nie die vollständige jeweilige Kette). Zum Transponieren bieten sich Halbton-, Ganzton-, Quart- und Quintschritte an, die am Häufigsten verwendet werden.

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